The Hives haben nie nach Erlaubnis gefragt und sie tun es auch 2025 nicht. „The Hives Forever Forever The Hives“ ist kein Comeback, sondern ein Donnerschlag, der zeigt, dass Garage-Rock immer noch König ist.
Schon beim Opener „Enough Is Enough“ ist klar: Die Schweden haben nichts von ihrem Biss verloren. Sänger Pelle Almqvist liess im Vorfeld verlauten, dass dies das beste Hives-Album ihrer langen Karriere sei und dass die Band gerade am Höhepunkt ihrer Kräfte stehe. Grossspurige Worte – aber jeder Song liefert den Beweis.
Der Titel selbst ist fast schon eine Selbstkrönung. Almqvist erzählte augenzwinkernd, dass der Name so klinge wie ein Schwur, der in beide Richtungen funktioniert: „The Hives Forever, Forever The Hives“. Ein Spiel mit Eitelkeit, aber auch ein Statement darüber, dass man sich selbst zum Mythos macht.
Die Platte entstand zwischen zwei sehr unterschiedlichen musikalischen Polen. Aufgenommen wurde in den ehrwürdigen Hallen von Benny Anderssons Riksmixningsverket, wo ABBA-Geschichte atmet, und im Studio des Labels YEAR0001, wo sonst die Rap-Avantgarde um Yung Lean werkelt. Dazu kamen Impulse von Beastie-Boy Mike D und Josh Homme von Queens of the Stone Age. Almqvist beschrieb den Ansatz einmal so: Ziel sei es gewesen, zwölf Stücke zu schreiben, die alle wie Singles klingen.
Und tatsächlich: Jeder Song wirkt wie ein eigener Ausbruch. „Paint a Picture“ schimmert mit Ramones-Glanz, „O.C.D.O.D“ rast in unter zwei Minuten durch, „Born A Rebel“ trägt den Widerstandsgeist im Titel und in jeder Note. „Legalize Living“ setzt dem Ganzen eine hymnische Krone auf. Nichts wirkt wie Füllmaterial, alles schreit nach Bühne.
Trotz dieses klaren Konzepts klingt das Album nicht glattgebügelt. Laut Almqvist haben sie eigentlich eine etwas poliertere Platte erwartet, am Ende sei es dann aber „doch wieder dreckig und gefährlich“ geworden. Und genau das macht den Reiz aus: Die Songs atmen Schweiß, sie klingen wie ein Konzertmitschnitt, nur mit Studio-Power verdichtet.
Das Finale „The Hives Forever Forever The Hives“ ist die perfekte Zusammenfassung. Eine Mischung aus Selbstironie, Pathos und unbändigem Lärm – als wollten die Schweden selbst darüber lachen, wie unsterblich sie mittlerweile wirken.






