THE CHARLATANS – We Are Love

Hits, Chaos, Tränen, Madchester-Raves, Britpop-Triumphe – das sind vier Jahrzehnte The Charlatans. Und jetzt kommt We Are Love, wild, direkt, keine Nostalgie, nur Musik, die Geschichte atmet und Groove lebt.

Jeder Song auf We Are Love hat Luft und Raum für Überraschungen. Das Titellied fühlt sich an wie eine Spritztour im offenen Auto, Wind im Gesicht, Sonne im Rücken, alles möglich. Salt Water flirrt geheimnisvoll wie ein schräger Traum, For the Girls sprüht psychedelisch und sunny, Now Everything baut sich auf wie ein Feuerwerk, das dir die Kehle zuschnürt – pure Ekstase.

Die Charlatans blicken auf vier Dekaden voller Höhen und Tiefen zurück. Ende der 80er starteten sie in der Madchester-Szene, zwischen Raves und Indie-Clubs, und brachten mit The Only One I Know einen ersten Hit, der sie auf die britische Karte setzte. Sie überlebten tragische Verluste, wie den Unfalltod von Keyboarder Rob Collins 1996, und meisterten den ständigen Wandel innerhalb der Band. Sie waren Teil der Britpop-Welle der 90er, veröffentlichten Klassiker wie Tellin’ Stories und Forever, und trotz wechselnder Plattenlabels, Producer und musikalischer Trends blieben sie eine Einheit.

Die drei Hauptproduzenten Dev Hynes (Blood Orange), Fred Macpherson (Spector) und Stephen Street (The Smith, Blur) haben die Platte nicht geschönt. Sie haben sie geformt, gefüttert, herausgefordert. Die Band hat sich geöffnet und Soundflächen erweitert. Burgess sagt: „Wir ehren uns selbst, unsere Vergangenheit, spüren diese Energie und erwecken sie wieder zum Leben, um etwas Frisches, völlig Neues zu schaffen.“ Man merkt sofort: Hier geht es um mehr als Songs. Es geht um eine Band, die alles überlebt hat und trotzdem noch hungrig ist.

Die Fans sind begeistert. Auf Reddit schreibt jemand: „Dieses Album bringt mich wirklich zum Aufstehen und Tanzen … ich kann jedem Britpop-Fan nur empfehlen, es sich anzuhören.“ Kein Wunder, die Platte hat diesen seltenen Mix aus Vertrautheit und Überraschung, die Lust macht, die Lautstärke aufzudrehen.

We Are Love ist nicht sentimental. Es ist roh, clever, elegant, verspielt und ernst zugleich. Ein wilder Ritt durch vier Dekaden Charlatans, der dir zeigt, dass man Vergangenheit lieben, sie aber nie nachspielen muss. Und wenn Burgess singt: „This is the place. These are the days. We are love.“ Dann spürt man, dass er es ernst meint. Nicht romantisch, nicht weichgespült, sondern echt, verdammt echt.