Huddel-Herbstwetter draussen? Natürlich, Sie finden tonnenweise Gründe, den Abend daheim zu verhocken. Doch es gibt einen einzigen, der die meisten davon aufwiegt: Die Stimme dieses Grunge-Fossils Mark Lanegan.

Wenn die hagere, zerfurchte, von 53 nikotin- und schnapsgeschwängerten Lebensjahren zerzauste Gestalt ans Mikrophon tritt, weht ein Hauch aus dem Jenseits durch den Saal. Direkt aus der Kehle von Mark Lanegan, dessen Stimmbänder sechs Fuss unter der Erde zu wurzeln scheinen, und dem als Resonanzkörper die ganze Hölle dient.

Musikalisch – Hand aufs Rock’n’Roll-Herz – hat das menschgewordene Donnergrollen seit „Bubblegum“ wenig Bahnbrechendes auf Band gegrummelt. Ausgenommen: Seine diversen Kollaborationen. Diese brachten Mark Lanegan etwa mit Belle-and-Sebastian-Chanteuse Isobel Campbell, den Gutter Twins, UNKLE oder natürlich den Queens of the Stone Age zusammen.

Dieses Bisschen Namedropping als Beleg für das Renommee, das der Ex-Screaming Trees-Sänger quer durch die Genres der alternativen Palette geniesst. Und den Ursprung dieses Renommees live zu hören und in seiner eigenen Bauchhöhle vibrieren zu spüren, das ist ein Phänomen, welches weiterhin die Clubs füllt.

LIVE: 28.10. Mascotte Zürich

Marco Rüegg

Website des Künstlers

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