Lola Youngs Lieder sind straight, funny und deep. Ihr neues Album „This Wasn’t Meant For You Anyway“ ist musikalisch gesehen ein Mittelfinger. Die Südlondonerin kombiniert opulente Soul-Stücke mit rauen Indie-Songs.

Die 23-jährige Singer/Songwriterin beeindruckt nicht nur mit ihrer Stimme, sondern ist auch Absolventin der Londoner Brit School, die Amy Winehouse und Adele hervorgebracht hat. Ihre Musik ist ehrlich, direkt und autobiografisch. Sie singt über Selbstzweifel und Verletzlichkeit, ohne kitschig zu wirken.

Youngs erzählerisches Talent ist unverkennbar. Der Song „Conceited“ zeigt ihre emotionale Stärke. „Walk On By“ ist ein optimistisches Lied über Selbstbestimmung. Sie betont, dass Erwachsenwerden nicht linear verläuft, aber auch Freiheiten bietet. Songs wie „Big Brown Eyes“ und „Messy“ vermitteln Freiheit und Spass. In „Fuck“ thematisiert sie sexuelle Freiheit.

Das Album vereint Pop, Hip-Hop und Post-Punk und wurde von Solomonophic produziert und in Los Angeles aufgenommen.

Lola wuchs in einem musikalischen Haushalt auf. Ihr Stiefvater ist Bassist, ihre Mutter spielt Klavier und singt. Sie wollte immer Musik machen, zuerst als Songwriterin, dann als Sängerin. Mit diesem Album setzt sie ein starkes Zeichen und zeigt, dass sie gekommen ist, um zu bleiben.

8/10