publiziert: Dienstag, 7. Feb 2012 / 00:00 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 7. Feb 2012 / 18:52 Uhr
2010 standen sie hin und verkündeten: We Have Band. Knapp zwei Jahre später müssen wir nach dem Durchhören des Zweitlings «Ternion» davon ausgehen, dass sich die drei Engländer in We Have Depression umbenannt haben.
Zwar umgab das Debüt «WHB» auch eine gewisse Kühle, die stark an den New-Wave der 80er angelehnten Stücke sind nun jedoch düstereren, melancholischeren und schwereren Brocken gewichen, die sich beim ersten Versuch eher mühsam durch den Gehörgang zwängen, dafür aber viel zeitloser daherkommen und nicht mehr einfach dem Trend Indietronic zugeordnet werden können. «Ternion» wächst mit jedem Durchlauf und enthüllt nach und nach, dass die Songs gar nicht so düster, unzugänglich und schwer tanzbar sind, wie zunächst angenommen. Stattdessen scheint es einfach so, als würden We Have Band uns in den grauen Sandkasten einladen, die farbigen Schäufelchen und Förmchen aber erst später zum Spielen überlassen. Dafür wissen wir diese dann umso mehr zu schätzen. Und geben sie nicht mehr her. NIEMALS!
Bewertung: 5 von 6
Wer das mag, mag auch: Metronomy «The English Riviera», Foals «Total Life Forever», New Order «Movement»
(piratenradio.ch/RCKSTR)