Indie-Rock
THE DRUMS - Encyclopedia
publiziert: Dienstag, 14. Okt 2014 / 00:00 Uhr

Vor lauter Hype eine rosarote Wolke sehen. Ein Alltagsphänomen in der Musik. Bands wie The Drums bestätigen hierbei eine Regel, die sich bis jetzt bewahrheitet hat: Mittelmässige Formationen kennt in fünfzig Jahren niemand mehr.

Der Rock-Gitarrenmusik geht es nicht gut. Das muss jetzt einfach gesagt werden. Unzählige Formationen schmeissen in regelmässigen Abständen Sound auf den Markt, der eigentlich nur eines tut: Dieselbe Formel immer und immer wieder wiederholen. Weiterentwicklung? Praktisch Null. Was nicht heissen soll, dass die Musik schlecht wäre. Aber sie verkommt zu einem Wegwerfprodukt, welches jederzeit ersetzt werden kann. Wie eine Klobürste. Wobei die unter Umständen oftmals länger überlebt.

In 50 Jahren konsumiert eine Person also Musik, hört einen Song - beispielsweise von The Drums - und überlegt sich: Was soll das sein? Ah, bestimmt eine «Wie Sand am Meer-Band» von damals. Belanglosigkeit lautet das Wort der Stunde. Und genau dieses Unwort repräsentiert der vorliegende Longplayer. Er entspringt der grausigen Massenproduktion dieser «Mainstream-Hypefabriken».

Vermeintliche Begeisterungserzeuger, deren Werke man einmal hört, vielleicht sogar gut findet, aber im Endeffekt nie wieder konsumiert. Wieso? Weil sie einfach stinklangweilig sind. Und irgendwo taucht dann sowieso bald wieder eine Gruppe auf, die Musik macht, welche man erneut als Hype empfinden könnte. The Drums waren vor vier Jahren ein solcher Hype, rezyklieren aber seither ihre Mucke.

Jeder Song klingt praktisch gleich, die vokale Jammerei geht bald auf die Nüsse und überhaupt: Das einzige nennenswerte an der Truppe ist jenes ironische Spässchen, dass The Drums seit zwei Jahren keinen fixen Drummer mehr haben, weil dieser die Band verlassen hat. Wurde es ihm zu langweilig?

Bewertung: 2/10

Stoph Ruckli

(piratenradio.ch/)

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