Wumms!
LSD ON CIA - Celestial Bodies
publiziert: Freitag, 19. Feb 2016 / 00:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 19. Feb 2016 / 09:52 Uhr

LSD On CIA aus Dänemark sind eine der ersten Überraschungen des Jahres. Ungestüm und souverän zugleich überzeugt «Celestial Bodies» mit Originalität, Vertracktheit und verschmitztem Songwriting.

Die ersten drei Titel machen gleich die Ansage. Hier wird drauflos gedrescht, aber nicht dumpftrunken muskulös, sondern in der Tradition des progressiven Hardcore bekannt von Polvo oder The Mars Volta. Bei «Driver» weitet sich der Horizont zum ersten Mal. Ein paar Gänge zurückgeschaltet entfaltet sich hier ein Song zu einem Miniepos, ohne in den Abgrund des postadoleszenten Emorock zu fallen. In den weiteren, erfrischend ideenreichen Stücken steckt nur das Klangbild klare Grenzen ab.

Darin ist aber jede Komposition genau das: sorgfältig durchgedacht und individuell ausgeführt, dazu eine beeindruckend phrasierende Stimme, die zwar die eine oder andere Kapriole schlägt, dabei aber nie nervt. Spuren von Muse, Radiohead und den schon Genannten sind alleweil zu finden, doch sei dies wohlwollend als Referenzen für Interessierte erwähnt. Epigonen sind LSD On CIA nämlich keineswegs. Und so einen übermächtigen Endsong wie «Final Master» schreibt sowieso nicht jede/r. Grosse Sache!

9/10

Marc Flury

(piratenradio.ch/)

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