Indie-Hose-gegangen
BROKEN BELLS - After The Disco
publiziert: Freitag, 21. Feb 2014 / 00:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 21. Feb 2014 / 12:54 Uhr

Too big to fail? Shins-Mastermind James Mercer und Starproduzent Brian «Danger Mouse» Burton läuten die Wiedergeburt ihres gemeinsamen Projekts ein. Klingt nach Selbstläufer, da kann ja eigentlich nichts schief laufen. Eigentlich.

Ja, ist denn wirklich erst Februar? Hell und klar wie die Morgensonne im Mai begrüsst uns die Stimme von James Mercer. «Uh-Uh» und «Ah-Ah» schwingt sich der Sänger praktisch bei jeder Nummer zur Kopfstimme empor. Und mit fröhlich hüpfenden Takten und zwitschernden Synthies ruft schon das Eröffnungsstück zum ausgedehnten Streifzug quer durch die Eighties; in die Gefilde von Soft Cell, A-Ha, Bee Gees - Glitzer, Glimmer, Glockenspiele.

Von aktuellen Genreverwandten wie Hot Chip oder Metronomy heben sich die Broken Bells primär ab durch die Vielfalt ihres akustischen Werkzeugkastens. Elemente von Folk bis R'n'B arrangiert Burton mit der Präzision eines Feinmechanikers, ohne dabei irgendwem irgendwann weh zu tun. Der Mann ist halt Profi an den Reglern, unbestritten, mit einem Erfahrungsschatz von den Black Keys und Norah Jones bis Jay-Z. Entsprechend groovt und bounct das zweite Werk des Dream-Teams, pumpt und schleicht, lehnt sich relaxt zurück, um kurz darauf in schierer Euphorie los zu plärren. Dabei lässt man jedoch stets die Sonnenbrille auf, für den Dancefloor ist man dann doch zu cool.

In der Regel halten sich die Broken Bells auch brav ans Dreieinhalb-Minuten-Radioformat mit ihren schönen, polierten, glatten akustischen Kunstwerken in Vollendung. Und bestimmt wollen uns die beiden Herren damit auch etwas mitteilen. Nur, was denn zum Teufel?

Bewertung: 5/10

Marco Rüegg

(piratenradio.ch/)

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