Industriepop
BANKS - Goddess
publiziert: Donnerstag, 11. Sep 2014 / 00:00 Uhr

Die Amerikanerin Banks wird von den Jubelstürmen für ihr Debütalbum «Goddess» beinahe weggeblasen. Die Euphorie kann man sich hier nicht recht erklären. Allerhöchste Eisenbahn, den Kindern das Spiel zu verderben.

Eigentlich wurde Banks bereits letztes Jahr vergöttert. Die EPs «Fall Over» und «London» sorgten bei Freunden des R'n'B für Orgien im grossen Stil und als die Tüchtige für 2014 auch noch ein Album ankündigte, war das kollektive Hecheln nicht mehr aufzuhalten. Für BBC ist Banks längst eine Göttin, MTV (das sich tatsächlich hin und wieder mit Musik beschäftigt) feierte die Kalifornierin als neues Wunderkind und Spotify setzte ein «Spotlight» auf sie.

Bescheiden nennt Banks ihre Debütscheibe «Goddess» und genau so wird sie vom Grossteil der Musikkritiker auch empfangen. Weshalb weiss niemand so genau. Das Album ist nichts mehr als ein weiteres überproduziertes Industriepopgesülze, das es geschafft hat, alle Talente von Banks an die Wand zu fahren. Banks klingt darin nicht wesentlich anders als Rihanna, Beyoncé und Konsorten, die sich in fast jedem Song so anhören als würden sie dir auf offener Strasse eine Szene machen.

Dass Banks eigentlich viel mehr kann, zeigt der Song «Warm Water». Nähe und Zerbrechlichkeit würden ihr gut stehen, stattdessen versucht man aus ihr eine unerreichbare Göttin zu schaffen, die sie nicht spielen kann. Zurück bleibt ein schüchternes Mädchen, gefangen in einem Kostüm eines überirdischen Monsters und viel viel warme Luft.

Bewertung: 3/10

Philippe Diener

(piratenradio.ch/)

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