Prog-Hop
ARCHIVE - Axiom
publiziert: Mittwoch, 7. Mai 2014 / 00:00 Uhr

Den Sturm auf die heimische Bastion haben Archive endgültig abgeblasen. Und jetzt, Katerstimmung? Während dieser gerade einmal 40 Minuten reissen sich Archive auf jeden Fall nicht gerade ihren britischen Arsch auf.

Tragisches Phänomen oder phänomenale Tragik? Hierzulande füllen Archive schon mal den Komplex457, daheim in England dagegen kaum eine Besenkammer. Nach dem offensiven, breit gefächerten «Controlling Crowds» (2009) gab ihr Major-Label die Bemühungen um den UK-Markt auf. Unter Indie-Vertrag proben die Oberhäupter Danny Griffiths und Darius Keeler auf «Axiom» ausschliesslich ihr Kernbusiness: den psychedelischen Progrock, interpretiert mit den Stilelementen der Electronica.

Konkret: Auf einem repetitiven Vier-Töne-Intervall mit Hypnose-Effekt konstruieren Archive bedrohliche Klanggerüste. Was im Falle des zehnminütigen Herzstücks, dem Instrumental «Axiom», in einer für die Band ungewohnten Monotonie endet. Zuvor hat sich Sänger Pollard Berrier, der über die ganze Platte hinweg den Löwenanteil der Vocals übernimmt und kaum mehr Rückendeckung von Gastsängern erhält, mit schmerzverzerrter Stimme durch «Distorted Angeld» gequengelt.

Und sonst? Passiert so wenig, dass wir aufatmen, als «Axiom» nach (im Kontext der Band gemessenen) superkurzen 40 Minuten und einem weiteren Instrumental ausklingt.

Bewertung: 4/10

LIVE: 13.7., Montreux Jazzfestiavl; 20.7., Blueballs Luzern

Marco Rüegg

(piratenradio.ch/)

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