Indielandschaft
AL PRIDE - Hallavara
publiziert: Mittwoch, 16. Mrz 2016 / 00:00 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Mrz 2016 / 10:21 Uhr

Baden ist ein Musikgourmet-Mekka. Verantwortlich für diese Betitelung wären beispielsweise das One Of A Million Festival. Und Al Pride, die mit «Hallavara» das bisher beste Schweizer Pop-Album des Jahres geschaffen haben.

Wer schon einmal am OOAM-Festival war, weiss, dass das aargauische Baden mit dem ehemaligen Kino Royal eines der schönsten Kulturlokale weltweit besitzt, das aber im Juni 2016 weg muss. Dabei sind in dessen Umkreis zahlreiche grossartige Bands entstanden. Eine deren besten, namentlich Al Pride, hat kürzlich ihr neues Album «Hallavara» veröffentlicht. Hallavara ist eine schwedische Ortschaft, wo die Gruppe im Haus von Skilegende Bernhard Russi am neuen Album arbeitete. Das kreative Klima Skandinaviens scheint den Schweizern dabei gut getan zu haben: Die neue Platte ist eine popmusikalische Wucht.

Spannend an Al Pride ist, dass die Songs nach Radiomusik klingen - Radiomusik, die man wirklich im Radio hören möchte. Immer und immer wieder. Der Sound pendelt zwischen Tarantino-Atmosphäre, Sommerabend-Charme und Folk-Schwelgereien. Fette Bläser sowie dicke Fuzz-Gitarren sorgen zusätzlich für die nötige Prise Härte.

Überhaupt ist die Vielfalt von Al Pride gewaltig; gar entdeckt man zwischen Vintage-Hammond-Orgeln und Future-Synthie-Pads noch eine Runde Hip-Hop-Drumming. Dabei schafft es die Truppe, einen faszinierend-präzisen Gesamtsound hinzukriegen. Man kommt nicht umhin: Was das Royal für Baden als Konzertort ist, ist «Hallavara» als Platte: Unersetzlich, wunderschön und nicht mehr wegzudenken aus der Schweizer Poplandschaft. Ready für den Weg nach ganz oben. Und ein dortiges Umdenken.

10/10

LIVE: 16.04. M4Music Zürich, 23.04.2016 Royal Baden

Stoph Ruckli

(piratenradio.ch/)

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